Das Handwerk in Deutschland hat ein massives Problem: Während die Umsätze steigen und die Auftragsbücher voll sind, wollen viel zu wenige Menschen einen handwerklichen Beruf erlernen. Früher war das einmal anders und das Handwerk leidet heute mehr denn je unter dem Fachkräftemangel, trotz der vollen Auftragsbücher und eines Baubooms. Um diesen Trend entgegenzuwirken, wird viel getan. Eine Aktion fand diese Woche statt:

In Feilitzsch stellten sich am Mittwoch, den 15.05.19 16 Betriebe aus der Region dem Nachwuchs vor. An der Grund- und Mittelschule Bayerisches Vogtland informierten sie den ganzen Tag über die Karrieremöglichkeiten im Handwerk. Dabei wurden die Schüler selbst aktiv, anstatt sich Vorträge anzuhören. Sie konnten mit Hand anlegen und hatten die Gelegenheit Meister und Gesellen der Betriebe selbst ansprechen. Bereitwillig gaben diese Hilfestellung bei handwerklichen Tätigkeiten und beantworteten alle Fragen.

Den Handwerkertag gab es in Feilitzsch heuer das erste Mal, aber bestimmt nicht zum letzten Mal. Die gelungene und alles andere als trockene Veranstaltung wird bestimmt wiederholt werden.

Angesichts der Wachstumsraten in krisenfesten Branchen wie Bauwesen & Co. sowie den durchaus vorhandenen Möglichkeiten zur persönlichen Weiterbildung gilt der erste Teil unsere Überschrift vielleicht doch: „Handwerk hat goldenen Boden.“

 

 

 

 

 

 

 

Einen „energetischen Neustart“ kann die Innung für Elektro- und Informationstechnik Hof vermelden: Mit Bernd Birke hat sie einen neuen stellvertretenden Obermeister.

Die Mitglieder der Innung haben im Rahmen Ihrer Jahreshauptversammlung, die in den Räumen der Kreishandwerkerschaft Hochfranken stattfand, einen neuen Stellvertreter des Obermeisters gewählt.

Startschuss für die Amtszeit des neuen stellvertretenden Obermeisters war die Wahl am 09. Mai 2019. Mit großer Unterstützung wurde Herr Bernd Birke gewählt. Herr Birke ist Geschäftsführer der Firma Birke Elektroanlagen GmbH in Wunsiedel und konnte bereits als langjähriges Mitglied der Innung viel Erfahrung im Ehrenamt sammeln. Gleich nach der Wahl wurden dann auch schon die verschiedensten Sachthemen besprochen und diskutiert, sowie die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit festgelegt.

Die Innung für Elektro- und Informationstechnik und die Kreishandwerkerschaft Hof wünschen Herrn Bernd Birke viel Erfolg, starke Nerven und immer eine glückliche Hand bei allen anstehenden Aufgaben! Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen Mitgliedern für ihre tolle Arbeit!

Nachstehend einige Eindrücke von der diesjährigen Jahreshauptversammlung:

 

Die Innung für Klempner-, Sanitär- und Heizungs- und Klimatechnik ehrte ein verdientes Mitglied im Rahmen der 100-Jahr-Feier in Schauenstein.

Herrn Siegfried Münzer wurde für seine besonderen Verdienste und seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit eine Ehrenurkunde überreicht. 

Mit dieser Ehrung sprach ihm die Innung ihren Dank und Anerkennung für sein langjähriges engagiertes Wirken aus. Auch die Kreishandwerkschaft Hochfranken gratulierte und schloß sich der Danksagung an.

49 junge Handwerker erhalten in Hof ihre Gesellenbriefe. Zahlreiche Festredner loben das Engagement und den Fleiß der Absolventen.

Die Kreishandwerkerschaft Hochfranken hat in der Freiheitshalle mit 49 frischgebackenen Handwerksgesellen den Abschluss ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit gefeiert. Die jungen Facharbeiter absolvierten ihre Lehre in zwölf unterschiedlichen Gewerken.

Neben dem Kreishandwerksmeister Christian Herpich und Torsten Leucht, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, gratulierten Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Landrat Dr. Oliver Bär, der stellvertretende Landrat Gerald Schade aus Wunsiedel sowie viele weitere Ehrengäste aus Behörden, Handwerk und Lehre den Junghandwerkern.

Als Festrednerin lobte Oberstudiendirektorin Edith Franz, Leiterin des Beruflichen Schulzentrums Stadt und Landkreis Hof, das Engagement der Ausbildungsabsolventen, die nun einen Meilenstein in ihrem Lebenslauf erfolgreich absolviert hätten und mit dem Gesellenbrief "das wichtigste Wertpapier für die kommenden Jahre erhalten". Edith Franz ging auf die Vorteile der Handwerksberufe ein und bezeichnete Leidenschaft als "das beste Werkzeug für eine erfolgreiche berufliche Zukunft".

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Gesellenprüfung hätten die jungen Handwerker belegt, dass sie über handwerkliches Können sowie ein hohes Maß an Flexibilität, Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen verfügen. "Aber der Abschluss der Ausbildung ist nur ein Teil einer längeren Wegstrecke. Jetzt ist es wichtig, dass Sie dranbleiben!" Das erlangte Können sei zwar ein gutes Fundament für eine erfolgreiche berufliche Zukunft, "doch lebenslanges Lernen wird Sie permanent begleiten". Franz zitierte das Motto der aktuellen Imagekampagne des Handwerks, das #Einfachweitermachen lautet und damit insbesondere die zielgerichtete Fortbildung aller Handwerker meine.

Die Schulleiterin richtete sich an die Absolventen und appellierte an sie, nicht zu vergessen, dass ihr Erfolg in der Lehrzeit nur mit Hilfe vieler Unterstützer möglich gewesen sei. "Erfolg ist eine Teamleistung. Ohne die Ausbilder in den Betrieben, die Lehrkräfte der Schulen sowie die ehrenamtlichen Mitglieder der Prüfungsausschüsse wäre vieles nicht möglich gewesen." Mit Blick auf das Handwerk in der Region erinnerte Franz daran, dass zur Kreishandwerkerschaft Hochfranken rund 3300 Betriebe gehören, die sich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung der etwa 1200 jungen Lehrlinge engagierten.

Kreishandwerksmeister Christian Herpich bezeichnete den Gesellenbrief als "Eintrittskarte für den Start in ein erfolgreiches Berufsleben". "Sie sind mit dem, was Sie können, sehr begehrt, denn die Unternehmen suchen händeringend nach gut qualifizierten Fachkräften", sagte er. Herpich erinnerte zudem an die vielfältigen Aktivitäten der Kreishandwerkerschaft Hochfranken, die bei zahlreichen Veranstaltungen gute Informationsmöglichkeiten für Schulabgänger biete. Und doch: "Wir brauchen dringend Nachwuchs für unsere Handwerksbetriebe", gab der Kreishandwerksmeister zu bedenken. Denn bereits jetzt fehlen in Oberfranken laut Herpich 18 000 Fachkräfte, "davon 16 500 beruflich Qualifizierte und nur 1500 mit einem Studium. Bis zum Jahr 2035 brauchen wir 45 000 qualifizierte Fachkräfte".

Nach weiteren Grußworten des Hofer Landrats Dr. Oliver Bär, des Hofer Oberbürgermeisters Dr. Harald Fichtner sowie Gerald Schade, des stellvertretenden Landrats aus Wunsiedel, beglückwünschte Pfarrer Hans-Christian Glas die Absolventen und bezeichnete sie als "Handwerks-Weise", die eine sinnvolle Basis für ihr Berufsleben gelegt haben. Er zog Vergleiche mit Beispielen aus der Bibel, die sich mit den täglichen Herausforderungen des handwerklichen Lebens befassen. Mit dem gemeinsamen Vaterunser dankten alle Besucher der Freisprechungsfeier dafür, dass wieder einige junge Menschen die Herausforderung der Gesellenprüfung gemeistert haben.

Mit einer launigen Rede dankte Moritz Brehm als Prüfungsbester den Lehrherren, Ausbildern und Lehrkräften sowie den Familien und Freunden für ihre Unterstützung. "Ich möchte aber auch uns Absolventen ein Lob aussprechen. Die Ausbildung war eine gute Zeit. Mit Fleiß haben wir es geschafft und dürfen stolz auf uns sein."

Bericht: Frankenpost Hof / Lothar Faltenbacher

 

Bilder zur Freisprechung Frühjahr 2019

 

 

 

 

 

 

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