Zum dritten Mal infolge gab es eine Ehrung der besten Mittelschulabsolventen in allen neun oberfränkischen Schulamtsbezirken, somit auch in Landkreis und Stadt Hof. Die Ehrungsidee der Regierung von Oberfranken findet bei Politik und Wirtschaft große Unterstützung, was die Anzahl der Vertreter bei der Verleihung im Gebäude der Kreishandwerkerschaft Hochfranken in Hof unterstrich. In diesem Jahr waren die Besten beim Qualifizierenden Hauptschulabschluss Natalia Velitchko, von der Münster- Mittelschule Hof mit 1,50 Notendurchschnitt und Nick Burzick, Mittelschule Schwarzenbach am Wald, 1,61. Den besten Mittleren Abschluss erzielten Adriana Frage Pereira, Geschwister-Scholl Mittelschule Schwarzenbach an der Saale mit 1,22 und Adrian Jaschke von der Mittelschule Münchberg-Poppenreuth mit 1,43. Schulrat Stefan Stadelmann, zuvor Schulleiter einer Mittelschule, wusste, dass der Fleiß, das Engagement und die Leistungen von Mittelschülern nicht so im Fokus der Menschen außerhalb der Schullandschaft stehen. „Aber ihr steht den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen in nichts nach und durch die Ehrung soll einem breiten Kreis bekannt gemacht werden, was die Mittelschulen und die Schülerinnen und Schüler leisten.“ Kreishandwerksmeister Christian Herpich unterstrich, dass die Mittelschüler wichtig und wertzuschätzen sind. „Wir haben in Oberfranken im handwerklichen Sektor 16000 Unternehmen mit 75000 Beschäftigten und 7,4 Milliarden Euro an Umsatz“, listete Herpich auf und wusste auch von 5500 Azubis, von denen die Hälfte Mittelschüler sind. Er unterstrich, dass die Mittelschüler praktisch veranlagt sind mit anschaulichen und konstruktiven Denken. „Das Handwerk weiß um diese Fähigkeiten, die einer beruflichen Ausbildung zugutekommen.“  Er informierte, dass auch mit einer handwerklichen Ausbildung noch alle Schritte zu einer Karriere offen stehen; mit Berufsschule plus oder Berufsabitur. Wer diesen Weg geht, ist nach dem Abschluss Geselle und hat die Fachschulreife, erfuhren die Absolventen von denen eine die Mittlere Reife anstrebt, die zweite auf die Fachoberschule geht und die beiden jungen Herren eine Ausbildung zum Informationselektroniker und Automobilkaufmann beginnen. „Seid stolz mit eurem Erreichten, euch stehen alle Wege bis zum Studium offen.“ Stellvertretender IHK-Gremiumsvorsitzender Reinhard Bruns sprach in guter oberfränkischer Art das höchste Lob „Passt scho“. Er bilanzierte, einen mit Bravur gemeisterten Lebensabschnitt, der eine gute Grundlage für den Fortgang bildet. Er erinnerte, dass die Zeit des Schreibens von dutzenden Bewerbungen, das Glück genommen zu werden oder letztendlich irgendwas zu nehmen, vorbei ist. „Heute werden Ausbildungsplatzbewerber gesucht und nicht genug gefunden. Es liegt an euch ein Wahl nach euren Neigungen und Fähigkeiten zu treffen und es braucht nicht nur Akademiker, sondern auch leistungsfähige Praktiker.“ Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bilanzierte phantastische Ausgangsvoraussetzungen für einen Ausbildungsplatz und unterstrich zugleich, dass die Welt auch Menschen braucht, die Gedanken mit der Hände Arbeit umsetzt. Er appellierte an die jungen Leute, die ja die Zukunft von morgen und der Region sind, dem Landkreis die Treue zu halten. Schulamtsdirektor Reiner Frank wusste um die anstrengende Prüfungszeit, die aber mit einem tollen Ergebnis endete. „Ihr könnt stolz auf euch sein, ihr seid nicht nur die Besten eurer Schule, sondern vom Schulamtsbezirk Landkreis und Stadt Hof mit elf Mittelschulen.“ Reiner Frank warf die Frage in den Raum – wie man das schafft und gab zugleich die Antwort. „Intelligenz allein reicht nicht, es braucht auch den Willen, die Motivation, das Interesse und das Ziel vor Augen, das nur mit Geduld, Ausdauer und Selbstdisziplin erreicht werden kann.“ Der Schulamtsdirektor wusste zudem, dass auch die Lehrer als professionelle Helfer wie auch die Eltern eine große Rolle dabei spielen. „Durch das Erreichen der guten Noten habt ihr euch ausgelotet, eure Grenzen kennengelernt und wisst nun,  dass ein gesetztes Ziel erreicht werden kann.“  Nahezu kein Schüler der elf Mittelschulen in Stadt und Landkreis Hof verlässt die Schule ohne Abschluss. In diesem Jahr haben sich 440 Entlassschüler am Qualifizierenden Abschluss beteiligt und 250 an den Prüfungen zur Mittleren Reife. Die Erfolgsquote bei der Mittleren Reife liegt durchschnittlich um die 95 Prozent. Für die vier besten Mittelschüler gab es neben einer Urkunde Präsente von der Kreishandwerkskammer und der IHK. Schulrat Ulrich Lang dankte den Vertretern aus Politik und Wirtschaft für ihr Kommen zugleich Wertschätzung gegenüber den Mittelschülern und lud zum Büfett ein.

 

Die besten Mittelschulabsolventen von Stadt und Landkreis Hof können stolz auf ihre Leistungen sein. Unser Bild zeigt (von links) Schulamtsdirektor Reiner Frank, den zukünftigen Konrektor der Mittelschule Münchberg-Poppenreuth Robert Eitler mit Absolvent  Adrian Jaschke, Gerd Kögler von der Münstermittelschule Hof mit Absolventin Amalia Velitchko, Ulrike Sebald von der Mittelschule Schwarzenbach am Wald, Adriana Fraga Pereira von der Geschwister-Scholl-Mittelschule Schwarzenbach an der Saale und Schulleiterin  Christine Lang, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gerhard Fischer, Nick Burzick von der Mittelschule Schwarzenbach am Wald, Stellvertreter der IHK für Oberfranken Reinhard Bruns, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Kreishandwerksmeister Christian Herpich und Schulrat Stefan Stadelmann.

Bild und Text: Sandra Hüttner 

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