Unsere Innungsbetriebe bilden aus, bewerben Sie sich!

Neue Entwicklungen bei den Metallhandwerksberufen

Im Rahmen der Zusammenlegung der Handwerksberufe entstanden im Bereich Metallbau in Zukunft folgende fünf Schwerpunkt: Konstruktionstechnik, Metallgestaltung, Nutzfahrzeugbau, Schließ- und Sicherungstechnik und Hufbeschlag.

Neben den breiten Beruf des Metallbauers kommt gleichgewichtig der neue Beruf Feinwerkmechaniker. In diesem Gewerbe sind die bisherigen Handwerke Maschinenbaumechaniker, Feinmechaniker, Werkzeugmacher und Dreher zusammengefasst.

Feinwerkmechaniker

verbinden handwerkliche Maßarbeit mit modernster Technologie. Ob Trommeln, Achsen, Wellen, Zylinder oder Gewindestücke: Er fertigt durch unterschiedliche Herstellungstechniken Werkstücke für Maschinen, Geräte und Anlagen. Und nutzt dazu die vielfachen Programmierungsmöglichkeiten von CNC-Maschinen. Aus den Werkstücken baut er Spezialmaschinen.Im Formenbau werden Press-, Blas-, Druck- und Spritzgussformen nach höchstem Qualitätsstandard hergestellt. Jedes Werkstück ist eine Einzelanfertigung, eine Urform. Wer es später einsetzt, muss sich darauf verlassen können, dass jedes Teil, das die Produktion verlässt, wie ein Ei dem anderen gleicht, von der ersten bis zur millionsten Einheit. Für den Feinwerkmechaniker ist die Fähigkeit, technische Zusammenhänge mit räumlichem Denken zu verbinden, äußerst wichtig.

Konstruktionstechnik

Der Hauptteil unter den Betrieben entfällt auf Konstruktionstechnik. Dieses Arbeitsfeld ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen zeitgemäßer Architektur. Ein Blick auf ein modern gestaltetes Neubaugebiet zeigt sofort, wo Metallbauer in dieser Fachrichtung am Werke waren: ungewöhnliche Stahlkonstruktionen, oft verbunden mit viel Glas, Stahlbalkone in einer architektonischen Ausführung, die über die reine Funktion hinausgeht und ästhetische Maßstäbe setzt. Auch im Innenbereich setzt Stahl heute Akzente im Treppenhaus und in der Verwendung bei Galerien, die die freie Fläche unter dem Dach nutzbar machen. Jedes technische Detail muss stimmen - Feinarbeit für den Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Metallgestaltung

Der Bereich Metallgestaltung hat etwas mit Kreativität und kunstvoller Gestaltung von Gittern, Portalen und Geländern zu tun. Metallbauer dieser Fachrichtung gehen gekonnt mit Schmiedeeisen, Bronze und Kupfer um. Alte Werke werden restauriert, neue geschaffen - mit hohem gestalterischem Einfühlungsvermögen. Auch das fachmännische Befestigen von Bausteinen und Baugruppen in Naturstein, Mauerwerk, Beton oder Holz gehört dazu.

Die Metallinnung: Hidden Champions und Könner von nebenan

Rund 43.000 kleine und mittlere Unternehmen, 36.000 Lehrlinge, 420.000 Mitarbeiter und fast 40 Milliarden Umsatz: Das ist das Metallhandwerk in Deutschland. Nicht nur zahlenmäßig und als Arbeitgeber ist das Metallhandwerk unverzichtbar. Metallhandwerk steht für die ganze Vielfalt metallverarbeitender Unternehmen, die unser Industrieland braucht: Maschinenbau, Werkzeugbau, Metall- und Stahlkonstruktionen im Hoch- und Tiefbau, Klimaschutz und Mobilität, öffentliche Infrastruktur und modernes Wohnen. Metallbetriebe - vom Bronzegießer über den Metalldesigner bis zum Hightech-Unternehmen - finden wir überall, wo produziert, gebaut und gewohnt wird. Als Künstler und Konstrukteur, von der Planung bis zur Ausführung oder vernetzt mit Partnerbetrieben lösen Metallhandwerker die kleinen und großen Probleme ihrer Kunden. Exportweltmeister Deutschland? Nicht ohne das Metallhandwerk, das sich in die zwei großen Bereiche Metallbau und Feinwerkmechaniker aufgliedert.

Berufe im Metallhandwerk:

Metallbauer: Konstrukteure, Planer und Künstler

Metallbau in Deutschland: Oft schon haben die Groß- oder Urgroßväter die Fenster- oder die Balkongitter für die Häuser ihres Dorfes oder die Tore ihrer Kirche geschmiedet. In ihren Werkstätten wurden einst Pflüge und später die ersten Motoren und Karosserien hergestellt und repariert. Heute sind die Schlosser und Schmiede von damals als Metallbauer moderne, regional und überregional tätige Dienstleister. Sie bauen Türen und Tore, Dächer und Wintergärten, montieren Photovoltaik- Anlagen, konstruieren und bauen elegante Geländer, Türen und Tore oder liefern ausgetüftelte Sicherheitstechnik.

Der Metallbauer vor Ort ist gefragt, wenn das Rathaus ein modernes Vordach oder eine Energiesparfassade bekommen soll, wenn Bushaltestellen benötigt werden oder Unternehmen ihre Produktionshallen erweitern wollen. Und auch bei repräsentativen Gewerbebauten wie Flughäfen, Einkaufsmeilen oder Messehallen prägen Stahl- und Glaskonstruktionen die zeitgenössische Architektur. Fenstersysteme und Glasfassaden tragen zur Energieeinsparung bei und sorgen für die richtige Belüftung. Immer öfter erzeugen mit Photovoltaikelementen ausgestattete Fassaden auch Strom. Ohne die leistungsstarken Metallbauer aus dem Metallhandwerk ist moderne und nachhaltige Architektur in Deutschland nicht denkbar.

Immer öfter liefert der Metallbauer den Bauherren die ganze Palette der Bauleistungen, von der Planung über die Statik bis zur schlüsselfertigen Übergabe aus einer Hand. Soviel technischer Fortschritt hat seinen Preis: Die Anforderungen an das technische Know-how in diesem Handwerksberuf sind extrem hoch. Fachrichtungen im Metallbau sind, auch in der Ausbildung, Konstruktionstechnik, Metallgestaltung, Nutzfahrzeugbau und Stahlbau.

Metallbau hat aber auch mit Design und Architektur zu tun. Viele Produkte der Gestalter sind für den täglichen Gebrauch gemacht. Dazu zählen Messer, Feuer stellen, Gartenobjekte, kunstvolle Türen, Tore und Geländer, der Gestaltungsvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Denn Hunderte unterschiedlicher Metallverbindungen können geschmiedet, gegossen, gefräst, gebogen, gehämmert, geschweißt oder gehärtet werden. Aber auch Fassaden und Dächer, Lampen und Stadtmöbel bekommen in Metallbetrieben ihre Gestalt. Auch als Restauratoren und Kunstgießer ist das Metallhandwerk unverzichtbar.

Feinwerkmechaniker: die hidden champions

Mit dem Feinwerkmechanikerhandwerk sind wir endgültig in der Weltspitze angelangt. Ohne die Maschinenbauer, Feinwerkmechaniker, Zerspannungstechniker und Werkzeugbauer aus dem Metallhandwerk wäre der Industriestandort Deutschland nicht das, was er heute ist. Weltspitze.

Als Zulieferer für die Luft- und Raumfahrt, die Automobilbranche, den Maschinenbau und die Medizintechnik sind feinwerkmechanische Betriebe als Produkt- oder Verfahrensspezialisten unverzichtbar. Sie entwickeln Maschinen, konstruieren Komponenten und Werkzeuge, entwickeln Automatisierungslösungen, stellen Prototypen her und produzieren mit ihren hochspezialisierten Mannschaften Präzisionsteile für alle Welt.

Vom Airbus 380 bis zur Windkraftanlage, von der Verpackungsmaschine über die Sauerstoffversorgung in den Operationssälen moderner Krankenhäuser bis hin zu Übungsgeräten in der Reha: Immer wenn High-Tech auf Metall trifft, ist das Metallhandwerk nicht weit. Gut, dass es sich dabei um Unternehmen handelt, die auch dann nicht die Bodenhaftung verlieren, wenn sie auf internationalen Märkten zu Höhenflügen ansetzen. Ihre hoch spezialisierten Fachkräfte für Konstruktion, Planung, Programmierung und Fertigung bilden die Betriebe der Feinwerkmechanik am liebsten selbst aus. Karrierewege vom Lehrling über den Meister zum Ingenieur sind fast schon Alltag im Feinwerkmechanikerhandwerk.

Gerade beim Metallhandwerk wird klar: Mittelstand hat wahrlich nichts mit Mittelmaß zu tun. Keine Branche ist heute vielseitiger, innovativer und erfolgreicher als die deutsche Metallbranche. Flugzeugbau, (Energie-) Anlagenbau, Architektur, Werkzeug- und Maschinenbau – all diese Wirtschaftsbereiche kommen ohne die Institution Metallhandwerk und seine Unternehmen nicht aus.

 

Neue Informationen für Mitglieder!

Wenn Sie mit Mitglied der Kreishandwerkerschaft Hochfranken sind, melden Sie sich bitte mit Ihren Login-Daten an.

Im Bereich NEWS wurden neue Infos für Sie bereitgestellt!