Freisprechungsfeier

Für 73 junge Damen und Herren ist am Mittwochabend eine langjährige Ausbildung zum Handwerker zu Ende gegangen. Mit der Übergabe ihrer Gesellenbriefe im Saal der Bürgergesellschaft erkannte ihnen die Kreishandwerkerschaft Hochfranken offiziell die Qualifikation "Gesellin/Geselle" an. Insgesamt hatten 95 junge Leute an der Prüfung teilgenommen, zweiundzwanzig, das sind 23,2 Prozent, müssen sie wiederholen.

Nach einer musikalischen Einstimmung durch den DJ ChrisMü begrüßte Kreishandwerksmeister Marco Kemnitzer die Absolventen und ihre Angehörigen, aber auch Ausbilder, Ehrengäste aus Politik, der Berufsschulen, Innungen, Vertreter der Prüfungsausschüsse und der Handwerkskammer von Oberfranken. An die Prüflinge gewandt, sagte er: "Durch den erfolgreichen Abschluss erhalten Sie die Eintrittskarte ins Berufsleben, nämlich den Gesellenbrief." Diesen tollen Erfolg gelte es zu feiern. Oberbürgermeisterin Eva Döhla wie auch der Landrat Dr. Oliver Bär und der stellvertretende Landrat von Wunsiedel, Roland Schöffel gratulierten zur ersten erfolgreich genommenen Hürde im Berufsleben.

Weiterbildung gehört dazu

Zugleich forderten die Redner dazu auf, jetzt nicht die Hände in den Schoß zu legen, sondern jede Gelegenheit zur Weiterbildung zu nutzen. Angebote gebe es zuhauf. Das Handwerk biete viele Chancen, angefangen vom Meisterbrief bis hin zum Studium.

Der Hauptredner, Vizepräsident der Handwerkskammer Oberfranken, Christian Herpich, führte in seiner Ansprache aus, dass das Handwerk durch den Mangel an Nachwuchskräften in starke Bedrängnis gekommen ist. Trotzdem kann „mit Stolz festgestellt werden, dass trotz zurückgehender Bewerberzahlen viele neue Lehrverträge in Handwerksberufen im Jahr 2022 registriert werden konnten. Damit bietet das Handwerk den Jugendlichen eine echte Zukunftschance und sichert zugleich auch seinen eigenen Fachkräftenachwuchs.“