Die Kreishandwerkerschaft Hochfranken hat am gestrigen Abend in der festlich geschmückten Bürgergesellschaft Hof insgesamt 64 Absolventinnen und Absolventen feierlich aus ihrer Lehrzeit entlassen und in den Kreis der Gesellinnen und Gesellen aufgenommen. Kreishandwerksmeister Marco Kemnitzer eröffnete die Frühjahr-Freisprechungsfeier und begrüßte die jungen Fachkräfte, ihre Familien, Freunde, Lehrkräfte, Ausbilder sowie die zahlreich erschienenen Ehrengäste. Besonders im Mittelpunkt standen die beiden Prüfungsbesten, Felix Gill, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik von der Firma Münzer & Sohn GmbH & Co. KG, Schauenstein, und Leonie Keil, Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik vom Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Amberg, Hof. In kurzen Interviews berichteten beide von ihrer Ausbildungszeit und ihren Zukunftsplänen im Handwerk.
Im Anschluss richteten die Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, Eva Döhla, der stellvertretende Landrat des Landkreises Hof, Frank Stumpf, sowie der stellvertretende Landrat des Landkreises Wunsiedel, Roland Schöffel, ihre Grußworte an die Gäste. Sie würdigten die Leistungen der jungen Handwerkerinnen und Handwerker und hoben die große Bedeutung des Handwerks für die Region hervor.
Es folgte die Festrede von Christian Herpich, Vizepräsident der Handwerkskammer für Oberfranken, der unter dem neuen Slogan der Handwerkskampagne „Wir machen Karriere mit Gefühl“ die Bedeutung des Gemeinschafts- und Wertegedankens im Handwerk hervorhob. Er machte deutlich, dass das Handwerk nicht der „herkömmlichen Karriere um jeden Preis“ folge, sondern auf persönliche Erfüllung, Freude an der täglichen Arbeit und echtes Teamwork setze. „Das Handwerk bietet jungen Leuten eine Form der Karriere an, in der man seine Fortschritte täglich sieht, mit dem guten Gefühl, etwas zu schaffen, das wirklich gebraucht wird“, betonte Herpich in seiner Ansprache. Ebenso unterstrich er, dass im Handwerk niemand allein sei: „Karriere ist bei uns kein Alleingang. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln sich gemeinsam, mit der Unterstützung der gesamten Handwerksfamilie.“


