Im feierlichen Rahmen des Auditoriums im Porzellanikon Selb wurden am Freitag, den 23. Januar 2026, 22 Meisterinnen und Meister der Landkreise Hof und Wunsiedel mit dem Goldenen Meisterbrief der Kreishandwerkerschaft Hochfranken ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt jahrzehntelanges Engagement, unternehmerische Leistung und besondere Verdienste um das Handwerk in der Region. Der Goldene Meisterbrief wird an Handwerkerinnen und Handwerker verliehen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, mindestens 30 Jahre ununterbrochen selbstständig tätig waren und zur Führung des Meistertitels berechtigt sind.

Kreishandwerksmeister Marco Kemnitzer eröffnete die Feierstunde und begrüßte die Geehrten, deren Familien sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Handwerk. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung des Handwerks als wirtschaftliches und gesellschaftliches Fundament Hochfrankens hervor. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, des Fachkräftemangels, steigender Kosten und tiefgreifender struktureller Veränderungen seien handwerkliche Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit, Qualitätsarbeit und Durchhaltevermögen entscheidende Stützen der regionalen Entwicklung. Diese Werte würden von den Geehrten seit Jahrzehnten in ihren Betrieben gelebt und an kommende Generationen weitergegeben. Ein zentrales Anliegen Kemnitzers war zudem das Thema Betriebsnachfolge. Er betonte die Notwendigkeit einer frühzeitigen Planung und verwies auf zwei Informationsveranstaltungen der Kreishandwerkerschaft am 26. Januar 2026 in Hof sowie am 23. März 2026 in Wunsiedel.

Die Festrede von Christian Herpich stellte den besonderen Wert handwerklicher Leistungen in den Mittelpunkt, indem er das Bild eines „goldenen Jahres“ voller sportlicher Höchstleistungen nutzte, um die Bedeutung des Goldenen Meisterbriefs zu verdeutlichen. Gold stehe sinnbildlich für herausragende Fähigkeiten, höchste Wertschätzung und besondere Leistungen. Herpich betonte, dass das Handwerk heute mehr denn je „Gold wert“ sei, da die zahlreichen aktuellen Herausforderungen ohne erfahrene und gut ausgebildete Fachkräfte nicht zu bewältigen seien. Die 3 Meisterinnen und 19 Meister, die an diesem Abend ausgezeichnet wurden, hätten über Jahrzehnte Verantwortung übernommen, ausgebildet, investiert und sich oft ehrenamtlich engagiert. Damit seien sie lebendige Beispiele dafür, wie man mit persönlichem Einsatz und fachlichem Know-how im Handwerk erfolgreich sein und auch schwierige Zeiten meistern könne. Ihr Lebenswerk beweise, wie wichtig handwerkliches Können für die Region sei, und mache sie zu Vorbildern für kommende Generationen. Gleichzeitig rief Herpich dazu auf, in einer unruhigen Zeit mit Zuversicht und Vertrauen auf das eigene Können nach vorne zu blicken und die Werte des Handwerks weiterhin aktiv zu leben. Der Goldene Meisterbrief sei ein sichtbares Zeichen dieser außergewöhnlichen Lebensleistung, für die er den Geehrten seinen ausdrücklichen Dank aussprach.